Gesamtprojekt

Der Gotthard Basistunnel ist das Kernstück des AlpTransit-Projekts auf der Gotthard-Achse. Der rund 57 km lange Tunnel soll aus dem Raum Erstfeld in einer leicht gekrümmten Linie bis vor Biasca führen und die Teilabschnitte Uri und Riviera verbinden. Der Basistunnel besteht aus zwei Einspurröhren, die durchgehend abgedichtet sind, um ein trockenes Tunnelklima im Betrieb und die geforderte Dauerhaftigkeit der bahntechnischen Anlagen zu gewährleisten. Ferner sind in regelmässigen Abständen von ca. 312 m Querschläge und im Bereich der Fusspunkte der Zwischenangriffe Sedrun und Faido zwei Multifunktionalstellen angeordnet. Die Ausbaugeschwindigkeit beträgt 200 km/h. Der Tunnel ist in fünf Teilabschnitte gegliedert. Von diesen fünf Teilabschnitten erstellt das Consorzio TAT die Teilabschnitte Bodio (ca. 15 km) und Faido (ca. 14 km).



Teilabschnitt Bodio

Der Basistunnel beginnt im Süden mit einer Lockergesteinsstrecke gefolgt von einer Sprengvortriebsstrecke bis zu den beiden Montagekammern. Der Umgehungsstollen führt zu den Montagekavernen. Durch diesen Umgehungsstollen konnten die Tunnelbohrmaschinen (TBM) in den Montagekavernen montiert werden, bevor die Lockergesteinsstrecke fertig gebaut war.
Mit zwei TBM’s werden nun die West- und Oströhre aus dem Fels gefräst. Sie haben einen Durchmesser von 8.80 Metern und werden je nach Geologie mit Stahlbögen, Ankern und Spritzbeton gesichert. Ca. 1.5 Km hinter der TBM werden von der Oströhre her die Querschläge herausgesprengt und gesichert. Weitere 1.5 Km hinter der Querschlagbaustelle wird bereits das Innengewölbe mit einem so genannten Wurm betoniert.
Die gesamte Versorgung der einzelnen Baustellen (TBM, Wurm, u.s.w.) erfolgt mit einer Stollenbahn. Auch der Abtransport des Ausbruchs (2'500 m3 Gestein pro Tag) wird mit Zügen getätigt. In der Hauptbauzeit laufen bis zu 7 Baustellen gleichzeitig im Berg, die alle bedient werden müssen.



Weitere Informationen:
www.alptransit.ch


 

Die stählerne Lady vom Gotthard

Hier finden sie den Link zum Bericht "10 vor 10" SF 1 vom 06.09.2010:

www.videoportal.sf.tv/video

 

TBM Ost lässt 29'000m-Marke hinter sich

Am 01.09.2010 wurde Tunnelmeter 29'000 überschritten! Wir danken den TBM-Mannschaften für die Leistung und allen Beteiligten für die Unterstützung.





Weltrekord am 15. Oktober 2010 geplant

Es ist bestätigt: Aufgrund der guten Vortriebsleistungen der Tunnelbohrmaschine Ost in den vergangenen 2 Wochen planen alle Projektbeteiligten nun fest mit dem 15. Oktober 2010 als Durchschlagstermin. Seit dem Wiederanfahren nach den Betriebsferien konnte die TBM Ost 277,30m auffahren, und steht mit 439,70 Metern Restvortrieb kurz vor dem letzten 1’000er (TM 29'000).

Die TBM West hat nach dem Durchfahren der injizierten Störzone und des Gegenvortriebes ebenfalls wieder den Regelvortrieb aufgenommen und im August 149,50m aufgefahren. Hier fehlen noch 2’581m bis zum Durchschlag, der nach heutigem Stand im Frühjahr 2011 stattfinden wird.

Zwei weitere Innengewölbebaustellen haben ihren Betrieb aufgenommen. Zum Einen wird mit einem weiteren Schalwagen die im Frühjahr fertig sanierte Reprofilierungsstrecke in der Weströhre betoniert, zum Anderen haben in der Tunnelverzweigung West Nord die Verkleidungsarbeiten begonnen. Diese Baustelle wird in den nächsten 2 Jahren alle 4 Tunnelverzweigungen betonieren.

Weitere Informationen:
www.alptransit.ch





Standort TBM Ost:
Wochenbericht Faido

TBM’s starten wieder...

Nach den notwendigen Revisionsarbeiten während der zweiwöchigen Sommerpause haben beide Tunnelbohrmaschinen wie geplant am 16.08.2010 ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die TBM Ost geht nunmehr auf den letzten 717m mit revidiertem Bohrkopf zum Endspurt über. Während eines Medienanlasses am 09.08.2010 wurden mehr als 20 Funk- und Fernsehschaffende vom Stand der Arbeiten unterrichtet.




TBM Ost

Die TBM West konnte noch vor den Betriebsferien erfolgreich die injizierte Störzone durchfahren, und befindet sich jetzt im Bereich des Gegenvortriebes. Hier wird momentan die Strosse, also die untere Hälfte des Querschnitts aufgefahren.




TBM West

Ebenfalls wieder begonnen haben sämtliche Teilbaustellen des Innenausbaus, sowohl in den Einspurröhren als auch in der Multifunktionsstelle.